Die Zeitwaisen

Die Zeitwaisen

Textlich Bildlich Klanglich Denklich

allerleirauch im sitzen vom aus denkender gehschichten

a m  r u n d e n  f i s c h

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aus aktuellem anlaß spricht das huhn Hilda
aus dem zw.eier-akt der theas.trösen reihe "haltestellenbilder"

das unendlichgedicht:

und immer schön die stellung halten
und wenn sie eine schwellung hat
dann sollte man sie spalten

und immer schön die haltung stellen
und wenn sie eine spaltung hat
dann sollte man sie schwellen

und immer schön die schwellung spalten
und wenn man eine stellung hat
dann sollte man sie halten

und immer schön die spaltung schwellen
und wenn sie eine haltung hat
dann sollte man sie stellen

und immer schön die schwellung halten
und wenn sie eine stellung hat
dann sollte man sie spalten

und immer schön die spaltung halten
und wenn sie eine schwellung hat
dann sollte man sie spalten

und immer schön die schwellung spalten,
und wenn sie nach der stellung japst
dann sollte man sie halten

und dann auch mal die stellung wechseln
doch dabei schön die spannung halten
hannung walten ...
schwellung wechseln
panne falten ähhh
spannung ? ... spaltung ?
henne han schaltung:
habe spaltung .... !
eins-zwei eins-zwei-drei
schaltung ??? spalt ? spalt ? spalt ?
aus und ab -
spannungsfall.

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der herr antwortet der dame

in: die annäherung zweier epidermen am logischen tränenflusz — Blatt 3
Alles und Nichts …

liebe dame,
wir sollten keine zeit, sondern nur uns selbst in uns selbst verschwenden!
wann machen Sie sich auf den weg zu mir?
und ja, ich habe Sie bemerkt, damals, als ich vergeblich versuchte,
einer stumpfen platte mit kalter nadel das letzte licht einzuhauchen.

auch ich möchte Ihnen ein wenig auskunft über meinen zustand geben,
auch in der hoffnung, Sie mögen sich zum unverzüglichen aufbruche entschlieszen.
ich schlage hier wohl tausendmal meinen kopf gegen die wände und komme
doch nicht voran, denn mir fehlt eine hand, Ihre hand, eine hand von stärke.

leicht, leichten fuszes und mit groszen schritten durchrenne ich die zimmer,
immer im wettkampf mit den rändern und kaum habe ich zwei stücke verbunden,
verläszt mich der stoff und ich versehe die stücke in stille, verpackt in tüten.

kein sand glättet meine rauhen ränder. meine stirn mit dem bewölkten stich
bleibt sägegezähmt und die wiederholung tanzt wie ein schmetterling;
ich begiesze sie mit fett, um davon verschont zu bleiben.

liebe dame, schon sehe ich die sonne in meiner schwarzen tasche untergehen
und werde, um das hirn zu stärken, mir nun zwei gills zu einem chopin darreichen.
zu grosz ist das argusauge zwischen den anderen farben.

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trost

in: the daily horror — Szene 67
Alles und Nichts …
Groteske

ich schenkte hölderlin ein sehpferdchen.
das ist sehr tränendrüsenreich und weint
ihn jede nacht tief in den schlaf.

hölderlin hat es gut. er muss sich um das
einschlafen nun keine sorgen mehr machen.
ich aber liege immer noch jeden abend wach
und quäle mich mit dem einschlafen herum.

gestern traf ich hölderlin. er wirkte verstört und
sagte: „ich seh das pferd vor tränen nicht.“
da schenkte ich ihm etwas balsamico für die sehle
und für die ohren ein augentrostgedicht.

nada.

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