Die Zeitwaisen

Die Zeitwaisen

Textlich Bildlich Klanglich Denklich

Ihrer Iris Träne Regen im Archiv der Orchideen

G a r n g e b e r  g e r n  g e b a r e n

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innen. in der tat.

das mohntier schläft;
wir reifen im haus,
jede stunde ist geprägt,
wir schweifen nicht aus,

wir spielen nicht mehr.

die pfade sind ausgetreten
der züge entgleisen: vorbei.
gedanken drehen, gedanken kneten,
wir sitzen fest im gehäuse der zeit

und jedes fest ist zu fest diktiert.

da spielt einer!
in meinem schatten!!
ich trete aus -
montiert.

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semantisch mariniert

rosa, die im farblichen rhythmus einer tiefen inneren unruhe ausartet,
verlottert hintergründig im gelb des umgebungsgrün.
während die gegensätze zusammenfallen, entgleitet dem inerten
ihrer kalotte jegliche anziehung.
rosa jedoch bleibt lustvoll und gebiert mit dem konservierten
sperma eines ebertons eine wilde zwittole.
damit setzt sie ein neues zeichen: ∃.

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A E.

(der brief des geißleins an Auch Eine. atramentum nach der reise.)

sie sendete mir reichlich mehl in meinen kasten, mehle wie sand am meer samt anlagen,
gekörnte koketterie der hand, ihrer hand, mit der sie mich ersuchte um die erfüllung eines
beidseitigen anliegens und ich fragte mich, kann ich so hinterrücks sein?
sie ist verrückt.
nicht ich!
sie beschreibt mir ihre erinnerungen an fleckgefüllte strandlagen und liegen voller gebliebener
versimmerungen, sekrete der körper.
ich aber spüre nur fadengeklänge und schwüre voller versickerungen.
quarz in der mitte des härzens.

in der nacht konnte ich nicht schlafen.
ich schrieb ihr einen brief aus dem blut meiner augen.
danach wuchsen mir ein gehörn, ein gebein und ein fladen am band.

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