Die Zeitwaisen

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blatt sieben

in: fogelprotokolle — Blatt 7
Absurdes, Alles und Nichts …
Absurdes Theaterstück

mr. homes zog alle bremsen an, als er durch die lüfte schwebte.
sein plötzlicher aufprall war heftig, noch dazu er unerwartet auf einen tisch fiel.
auf diesem lag ein gezwitscher, dessen schöne verwandte
fadenförmige schwanzanhänge hatten, die den bremsen von
vornherein jegliche höflichkeiten verweigerten.
trotzdem lösten sich die bremsen nur sehr schwerfällig
und flogen zum prüfstand davon.

für mr. homes jedoch baute das gezwitscher eine schöne himmelsleiter,
auf welcher er frohen mutes wieder nach oben schritt.
******
wie mr. homes zu tode kam.

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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wie läuft das g.schlecht? - harrend

in: Kontraktionen über g.
wie läuft das geschlecht?
Absurdes
Groteske

unverhohlen im kreuz wie genagelt, eigen-
ständiges suchen im blick, geht so wie üblich,
unten betrüblich, aushalten und -harren, steif
im genick.

zum glück wohnt niemand in der nähe.

abgelagert der lebensvorrat,
geplatzte nähte, verpfuschter fick,
gespannt lehnt es sich erneut zurück,
schauend nach denen, die vorüberrollen
und sich vor dem geschlechtlichen trollen.

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szene 2

in: frosch sucht farad

der frosch wäre nicht
der frosch, wenn er
nicht denken würde.

der frosch besitzt eine
kugelgelenkigkeit, die
ist gold wert wie ein
eigener herd, also eine
eigene prinzessin, die
kocht, zwischen den
schenkeln, also seinen
schenkeln. so denkt der
frosch, die luft steht, würde
sie gehen, wäre sie gängig,
da sie steht, ist sie ständig.
die kugel liegt am ausgang
und wird zum punkt. eingangs-
punkt. aus dem stillstand heraus
denkt der frosch.

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