Die Zeitwaisen

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Harm Oh Nie Ist In Uns

in: Zeit Entwoben — 2009-2013 – Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Vorstellung

Die Klarheit des Kollapsars im Garten der Geständnisse (Ξ) Detail ψ Die Klarheit des Kollapsars im Garten der Geständnisse (Ξ) Detail ψ

Die Zeit, sie webt in mir
Den Klang und das Bild
Das Bild durch den Klang
Die Zeit, sie treibt in mir

Fragmente der Wirklichkeit
Im Fluss meiner Finger
Den Stift in meiner Hand
Zu Spuren der Vorstellung

Von Mir und der Welt
Von der Welt in Mir
Entwoben der Zeit

Verwoben in Graphit
Auf gilbendem Papier



Oder stelle ich mir das nur vor?


Nüchtern betrachtet

Meine Zeichnungen entstehen während des Zeichnens
Meine Fotografien entstehen während des Fotografierens

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Der freien Graphitmalerei sieben Eigenheiten

in: Zeit Entwoben — 2009-2013 – Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Vorstellung

Pfeile wie Federn in Ketten Pfeile wie Federn in Ketten

1.

Die Malerei wird als Miniatur auf einem Blatt der Größe A4 angefertigt.

2.

Das Werkzeug für den Auftrag ist der Graphitstift.
Weitere Werkzeuge, wie z.B. Radiergummi, Knetgummi, Estompe, Finger, Taschentuch, etc. werden nicht verwendet.
Der Graphit wird über die leicht angewinkelte Spitze des Stifts flächig schraffierend aufgebracht, jedoch ohne Anwendung formalisierter, abstrahierender Schraffuren.

3.

Die Malerei orientiert sich bewusst an keinem Motiv, weder gedacht noch gesehen.
Ihr liegt keine im Voraus entwickelte Komposition und keine Vorzeichnung zu Grunde.
Die Komposition entsteht sukzessive im Fluss der Zeit, der Handbewegung und der Wahrnehmung; der Wahrnehmung der Zeit, der Handbewegung, der Malerei, und dessen Rückkopplungen.
Zufall und Notwendigkeit in Wechselwirkung.

4.

Sieben Graphitmalereien dieser Art werden alternierend ausgeführt.
Das heißt, über die Zeit wird reihum an allen sieben Blättern gearbeitet.
Während der Arbeit an einem Blatt, sind die anderen nicht sichtbar.

5.

Die Malereien entstehen innerhalb eines Zeitraums von vier Jahren.
Für ein bis zwei Stunden wird, ein bis zwei mal in der Woche, an ein bis zwei Blättern modelliert.
In den abschließenden ein bis zwei Jahren werden die Malereien in einer ersten, sieben Monate währenden Phase nacheinander fast fertiggestellt, und in einer letzten Phase gleicher Länge nachgearbeitet und endgültig vervollständigt. Die Begriffe „fertiggestellt“ und „vervollständigt“ beziehen sich auf das bereits Gemalte und nicht auf eine schon vorab existente Vorstellung vom zu Malenden. Das Ende stellt sich iterativ ein; ab einem bestimmten Zeitpunkt ist kein weiterer Strich mehr möglich.

6.

Die Graphitmalerei wird anschließend durch einen sowohl optisch als auch digital hoch auflösenden Scanner in die digitale Domain übertragen.
Die Transformation erfolgt in Farbe, um die visuelle Qualität der Malerei, sowie die Tönung des Originalpapiers, unter identischem Licht zu erhalten.
Diese digitale, unveränderte Version wird als Vergrößerung der analogen Miniaturmalerei, in der Form eines Giclée, in einer sieben Blätter umfassenden Auflage ausgegeben.
Bedingt durch die Vergrößerung, wird einerseits eine in der Miniatur nicht wahrnehmbare strukturelle Ebene der originalen Malerei im Detail sichtbar – die des Graphits, seines Auftrags, und des ursprünglichen Papiers –, und anderseits der Bildeindruck, bedingt durch die sich überlagernden Eigenschaften von neuem und ursprünglichem Ausgabemedium, verändert.

7.

Die Malereien haben kein Motiv; sie haben anscheinend auch kein Thema, außer sich selbst.
Wolkenformationen, komplexe Strukturen in der Natur, all das hat einen Zweck und Bezug, der über die visuelle Wahrnehmung und deren Bewertung durch den Menschen hinausgeht.
Doch auch hier stoße ich an eine Grenze, hinter der sich kein Zweck mehr finden lässt, keine Erklärung; die Erscheinungen nur für sich selbst zu stehen scheinen.
Ob dies, noch vor der allgemeinen Grenze, so auch auf diese Malereien zutrifft?
Außerhalb der Visualität ihrer Eigenwelt und der erweiterten visuellen Manifestation durch mich, die wahrgenommen werden kann, scheinen sie keinen Bezug, keine Bedeutung und Wirkung zu haben.
Falls doch, ließe sich diese nur durch die Umstände der Entstehung erschließen, und durch Betrachtung; Betrachtung der Betrachter.

Nicht jedoch notwendigerweise durch den Namen, den ich der Graphitmalerei gebe.
Wie auch bei den Fotografien bedeutet der Name eine Assoziation, eine Verbindung meinerseits, eine durch die Darstellung provozierte weitere Aussage.
So wie jeder Name, ist dieser jedoch nicht gleichzusetzen mit dem, was er bezeichnet.
Der Name ist nur ein Name, einer von vielen möglichen Namen und Interpretationen.

Die sieben Malereien sind ein manuelles Kondensat, ein Kondensat meiner mit dem Malen über einen Zeitraum von vier Jahren verbrachten temporären Askese, Überwindung, Meditation, Drang, Leidenschaft, was auch immer, meiner durch äußere, und in Folge innere Einflüsse provozierten Befindlichkeiten in dieser Zeit, meiner durch die immer wieder gleichen vier musikalischen Werke über Tesla inspirierte Kopfhörer induzierte Hirnströme beeinflussten Zeichenextremität, nebenher gleitender Gedankenfragmente, der entspannten Atmosphäre, in der ich zeichnete – wiederkehrend ein und derselbe Raum in den letzten Jahren –, gefiltert durch meine Wahrnehmung von Ästhetik, meine motorischen Fähigkeiten und die mir eigene Mentalität, in Rückkopplung zu dem, was sich mit der Zeit auf dem Papier versammelte.

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Der Wechsel

Verwechslung

Starf

Etwas ist falsch. Dies pulsende Piepen in meinen Ohren. Ist es der Telegrafist der daumenzuckend neben mir sitzt, oder kommen die Geräusche von dem Paar, welches sich auf der Galerie dort hinten im Rhythmus ihrer übereinander gleitenden eingeschweißten Körper glucksend auf einem Wasserbett vergnügt.

Ich blicke an mir herunter. Meine Hände umhüllen Einmalgummihandschuhe und ein dicker grüner Pelz bedeckt meinen Körper. Kein Spiegel in der Nähe. Wasserdampf kondensiert in aufsteigenden Nebelschwaden vor meinem Gesicht wenn ich ausatme.

Das Piepen will kein Ende nehmen, obwohl die beiden Jungs jetzt ermattet in den Wellen des Bettes hängen, und der Telegrafist das Morsen beendet hat. Er beißt in einen rosa Apfel, der sich vorher in seiner Aktentasche befunden haben muss. Die Tasche hat ein Zahlenschloss. Rosa Apfel. Ich bedecke meine Ohren mit gepudert gummierten Händen. Das Piepen ist in meinem Kopf. Tinnitus? Gestern Nachtag ist es extrem laut gewesen; keine Frage.

Aus der Traumwelt ins Erwachen gleitend, klärt sich das Geräusch zum penetranten Weckruf der Verteilung. Eine schlaffe aber zielgerichtet tastende Bewegung genügt. Die Nötigung hat ein Ende, aber meine Schläfrigkeit nicht. Das Frösteln meines unbekleideten Körpers durchfährt unangenehm mein Empfinden. Gänsehaut. Wo ist mein Flies?

Ich versuche meine Lieder zu bewegen. Gleißendes Licht trifft mich schmerzhaft und hindert mein Bemühen, meine nähere Umgebung im Moment wahrzunehmen. Ich richte mich auf und sehe blinzelnd um mich. Links neben mir auf dem Boden liegen verstreut ein paar benutzte Kondome und Verpackungen. Rechts neben mir lugt ein voluminöser brauner Haarschopf unter meinem Flies hervor. Weiter unten ein entblößter unbehaarter Po. Suzan. Das alles gehört Suzan. Zurücklehnend schließe ich meine Lieder und versinke in Fragmenten der Erinnerung.

Die Welt scheint nur aus Piepen zu bestehen. Schrille Töne drängeln mich aus meinen triebhaft treibenden Tagträumen. Wer war Suzan. Vorsichtig krampfe ich mich in die Senkrechte. Das Licht scheint langsam normale Intensität anzunehmen. Ich beuge mich über Suzans frei gelegte Partien, stütze mich auf der Bettkante ab, ohne die Matratze in allzu mächtige Schwingungen zu versetzen. Ein leichtes Stöhnen und Räkeln weiter oben. Ausgestreckt auf einem Fuß und einer Hand balancierend, greife ich das

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Wirklichkeit, Wahrnehmung … und Realität? – Wirklichkeit, Wahrnehmung und Abbildung – 3

in: Abstrakte Fotografie — BerHWolf
Handgetanzt — Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

Aber der Mensch liebt ganz offensichtlich visuelle Abbildungen des ihn Umgebenden – so nah wie möglich an dem, wie er die Umgebung auch mit seinen eigenen Augen wahr nimmt, oder sogar näher, und so wenig interpretativ, abstrahierend und transfromierend wie möglich.
Doch, wie schon erwähnt, ist jede Abbildung, ob manuell oder fotografisch, zwangsläufig immer interpretativ und abstrahierend.

In diesem Zusammenhang haben meine Fotografie und meine Graphitmalerei eher einen Bezug zur Musik als zur Literatur, wenngleich Schrift, und der Text den sie bildet, als solche an Abstraktion kaum zu überbieten und wesentlich abstrakter als gesprochene Sprache ist; niemand wird eine Schrift lesen können, ohne das ihm die Elemente aus denen sich die Schrift sich zusammensetzt, vorher erklärt wurden.
Und selbst dann ist zum Verständnis eines Textes ein zumindest rudimentäres Wissen dessen nötig, was der Text zu vermitteln versucht.
Musik, Klang, wirkt hingegen auch auf Ungeborene.

Ebenso wie ein Text spricht ein Bild keine unmittelbare Sprache, anders als Musik, und schon gar nicht für sich … noch nicht einmal Geschichten erzählende oder Zusammenhänge vermittelnde Bilder tun dies.
Die Be-Deutung des Abgebildeten liegt tatsächlich im wörtlichen Sinne im Auge des Betrachters oder besser sie entsteht im Verstand des Betrachtenden, da das Auge ja nur ein Projektionsinstrument ist.

Bedeutungen die der Betrachter dem Betrachteten abringt, in Hinsicht auf schon gemachte Erfahrung, Wahrnehmung und Erläuterung anderer Art, bezüglich der Fragmente des Betrachteten. Das kann ein San ganz anders sehen als ein Inuit.

Wenn also eine visuelle Darstellung keinerlei unmittelbare Deutung ohne Bezug zu bekannten verstandenen visuellen Eindrücken ermöglicht, ist zwangsläufig eine begleitende Erklärung zum Verständnis notwendig, oder zumindest Hinweise zur möglichen Betrachtung, sofern dieser Bezug noch nicht existiert.

Bei einem Bild welches den Betrachter sofort anspricht, das er sofort versteht, ist dieser Bezug, diese Erläuterung, bedingt durch andere Erfahrungen, schon in sein Bewusstsein gerückt, so dass er das Bild ohne weitere Erklärung erfasst.

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Wirklichkeit, Wahrnehmung … und Realität?

Fotografie, Abstraktion, Quanten

in: Abstrakte Fotografie — BerHWolf
Handgetanzt — Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

Meine Art der abstrakten Fotografie ist Fotografie in technischer Hinsicht, weil ich mich des Werkzeugs Fotoapparat, einer digitalen Spiegelreflexkamera, sowie fotografischer Verarbeitungsmethoden bediene. Der eigentliche Prozess des Fotografierens, die Wahrnehmung des Motivs, die Führung der Kamera, ist jedoch weitaus mehr charakterisiert durch die intensive Beziehung zwischen Hand, Augen, Wahrnehmung während des Malens oder Zeichnens, als in der klassische Fotografie.

Durch die vorgefundene Situation motivierte, gezielte, intensive Bewegung der Kamera, gestalte ich nicht nur eine Übertragung, sondern eine Transformation des von mir ausgewählten Motivs – eines visuellen Fragments der mich umgebenden Wirklichkeit – in die fotografische Abbildungsebene.

Mehr noch, hält die Kamera nicht etwa meine Wahrnehmung dieser durch Zeit und Raum vorgegebenen Situation der Wirklichkeit fest, sondern entfesselt die zu fotografierende Situation in Zeit und Raum durch den Vorgang der Bewegung, einer Bewegung, mit der ich dem zu fotografierenden Motiv erst seine vollständige Gestalt gebe. Ein Motiv, das nur für den Moment dieser Bewegung existiert, dessen Wahrnehmung in diesem Moment allein der Kamera möglich ist. Ein Vorgang, der unmittelbar auch zu einer Abstraktion der ursprünglichen Situation führt.

Die einzelne Aufnahme in diesem Prozess ist nicht immer ausreichend zu bestimmen. Die antizipierte Transformation gelingt meist nur durch Näherung, durch eine Vielzahl von Aufnahmen, in einer Art rückkoppelnder Iteration – Bewegung, Aufnahme, Grobkontrolle der Aufnahme an der Kamera, Optimierung der Bewegung, etc. –, aus denen ich im weiteren Verlauf selektiere.

An anderer Stelle vergleiche ich dies mit dem gezielt geworfenen Pfeil, der ins Schwarze trifft – oder daneben, je nach Sichtweise. Im Gegensatz zum Pfeil, der gezielt zur Scheibe getragen und ins Schwarze oder daneben gesteckt wird.

Jeder Wurf, jede Fotografie, ein nicht auch nur annähernd in identischer Weise, mit gleichen Mitteln zu reproduzierendes Ereignis; nicht in dem Sinne identisch wiederholbar, wie beispielsweise die Portraitaufnahme in einem Studio.

Das Werk entsteht während der Aufnahme, allein durch die Art der Aufnahme; die digital entwickelte Fotografie wird von mir nicht weiter bearbeitet.

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Wirklichkeit, Wahrnehmung … und Realität?

Lyrik und Poesie der Abstraktion

in: Abstrakte Fotografie — BerHWolf
Handgetanzt — Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

Die intensive und spezielle Art des Lichteinfalls, der Beleuchtung, der Lichtreflektion, sind es, die mich visuell faszinieren, Erinnerung und Wiedererkennen evozieren.

Ein vertrauter, wundervoller Moment, durch dessen Magie ich mich bewusst vereinnahmen lasse und der das Potential zum Ertanzen einer entfesselten Aufnahme hat.

Aus diesem Moment gezielter Aufmerksamkeit auf die Szenerie entfacht der kreative Kick.


Ich gestalte, konstruiere oder verändere nicht.

Die Situation wirkt so, wie sie ist, für andere vielleicht verborgen, gewöhnlich und – scheinbar – unscheinbar.

Mit der Fotografie versuche ich die Wirkung dieses Augenblicks festzuhalten, durch Transformation meiner Wahrnehmung der im Licht betonten konkreten Fragmente äußerer Wirklichkeit, in eine eigene, sinnlich, poetisch überhöhte Realität – eine lyrische Abstraktion dieser Fragmente.

Die ursprüngliche Situation ist der Auslöser, das Tor zur erweiterten Wahrnehmung der Wirklichkeit – dieser Kulisse der Realität.

Die Fragmente verlieren dabei ihre ursprüngliche Objekthaftigkeit, Funktionalität und Bedeutung, und werden zum visuellen Medium einer noch abstrakten Realität neu wahrzunehmender Objekte und Empfindungen.

Diese transformierte Realität erschließt sich nicht durch einen nur flüchtigen, konsumierenden Blick, ebenso wenig, wie sich einem ein anderer Mensch durch einen nur flüchtigen oder anonymen Kontakt erschließt.

Der ganze Prozess – die Aufnahme und die folgende Entwicklung – ist bis auf das technisch notwendig Rationale, von Erinnerung und Emotion, von Intuition geleitet.
Emotion hier nicht im Sinne eines inneren Überschwanges der Gefühle, sondern im Sinne einer Empathie den Dingen gegenüber.

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Die Sicht meiner Fotografie

Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

in: Abstrakte Fotografie — BerHWolf
Handgetanzt — Sinnliche Eigenwelten – Fragmente der Wirklichkeit

BerHWolf – No.16 – Disturbing Comfort BerHWolf – No.16 – Disturbing Comfort

Wenn ich in Bezug auf meine hier vorgestellten Aufnahmen den Begriff Fotografie verwende, so ist dies wie bei der Verwendung des Begriffs Graphitmalerei für meine Zeichnungen, als Hinweis auf das eingesetzte Werkzeug, sowie die angewandte Technik zu verstehen.

Der Fotoapparat. Der Graphitstift.

Zeichnen mit Licht und Schatten.

Ich setze den Fotoapparat und dessen technische Eigenschaften als Werkzeug ein, um Aufnahmen zu gestalten, so wie ich den Graphitstift verwende, um Zeichnungen zu modellieren.

Die Aufnahme ist kein Abbild von Etwas, sondern das um uns herum entdeckte, gefundene Etwas ist es, aus dem das Bild entsteht.

Komponiert aus scheinbar unscheinbaren Momenten in Raum und Zeit.
Fragmente abstrahiert und transformiert durch Licht und Bewegung gewobene Struktur.
Eine lyrisch poetische Abstraktion, die eine sowohl vertraute, als auch fremdartige Gegenständlichkeit vermittelt.

Das Bild einer eigenen Welt, einer eigenen sinnlichen Wirklichkeit.

Zufall und Notwendigkeit

Es gibt weder Zufall noch Chaos, nur relative Wahrnehmung, Erkenntnis und Berechenbarkeit.
Somit ist nichts was wir tun zufällig, wenngleich es oftmals so erscheinen mag.
Genauso wenig ist es aber das Gegenteil, welches wir uns jedoch meistens einbilden.

Es ist beides.

In dieser Hinsicht steht meine Fotografie in Bezug zum gezielt geworfenen Pfeil, der ins Schwarze trifft – oder daneben je nach Sichtweise.
Im Gegensatz zum Pfeil, der zur Zielscheibe getragen und ins Schwarze oder daneben gesteckt wird.

Jeder Wurf ein nicht wiederholbares Ereignis.

Die abstrakte Fotografie entsteht während des Fotografierens.
Ebenso wie diese beschreibt ihr Name abstrakte Zusammenhänge.

Die trockenen technischen Fakten

Das Werkzeug mit dem ich die Fotografie gestalte, ist eine digitale Spiegelreflexkamera.

Die für die Aufnahme ausgewählte Szenerie, ist die vorgefundene nicht weiter veränderte Szenerie.

Das Motiv nehme ich dynamisch, mit frei bewegter Hand auf.

Vom digitalen Negativ – dem RAW Format – entwickle ich ein digitales Positiv.

Das Positiv wird nachträglich weder beschnitten, montiert, konstruiert noch anderweitig grafisch oder inhaltlich verändert.

Von diesem Positiv fertige ich eine unikale Digigraphie.

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