Die Zeitwaisen

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beginn

das war der akt des aushöhlens,
unreif noch, als der engel mit dem
gesicht nach unten lag, erlegen dem
taurus, auch tau-ruß, im tiervorrat
verkrochen hinter dem schleier der
gut gelüfteten leichen. im kopf die
nacht, sie ward ihm entsprungen
aus zeitungsgrau im pergament der
alten untierhaut, während die minerale
stürzten aus einem tiefen epidermisblau.
es war der akt des aushöhlens,
der ablauf der dinge; unverhinderbar,
unverhandelbar – immer erwartbar.

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kakao schwimmer

stürmeerwischt in gepflügtenen eiligenheiten reigen wir uns von gegeneinanderer im zaum gehaltener hineingaben verschronnen vor dem kuntergrund trapetzerie wandelnder diesbezüge überfallenem jenseits vertrunken im partrickelndem seinschein splitterbuntem graureifs dich erspürend in pulserierenden gravuren deiner wunderwärmend lebendigen hand in hand über hand unter hand fest ineinander gleistend im ström regelent brassender witterwinderungen verschlungernder pfaden deiner stimme flauschig schwerenden samtfühlerungen gehörig - oh der umklang deiner stimme dieser stimme die mich sänftig herb fesselnd auflöst auflösend fesselt von moment zu moment von augenblick zu augenblick - der im widerstand meiner entschlossenen lippenhäute erregende andruck deiner prickelnde feuchte in meinen gemächtlich zöglichterloh nachgiebenden mund pressenden zunge nassrauhen lustfleisches kitzeln - dann die zeit die zeit die zeit die zeit in stillen gravuren deiner wundersam kühlenden hand verschollene gedanken an die geringerung der umhangenden zerrinnerung verrauntet im schlachentrief der gegebenenden unvergeblichtenen versinndet in dinglichtungen unendlichter ringschlüsse lichter dunklingenden - nein kein letztes mal der wärmende duft deiner weichenden nacken härchen

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Über dies

in: Im Scheinen der Dinge — Milbeaut Expeed 4 FX 24.3

Feuerabend in der Zivilisation Feuerabend in der Zivilisation

Die Fotografie in dieser Serie, ebenso wie die Fotografie in „Die Dinge die da sind“, illustriert nicht, jedenfalls nicht konzeptuell.
Mich interessiert die Situation als solche, das Licht, die Dinge und ihre visuelle Wirkung, ihre fotografische Interpretation, nicht die Situation als Komposition aus Requisiten, um durch die Fotografie einen Zusammenhang abzubilden, der außerhalb dieser Situation existiert.

Im Unterschied zu den Aufnahmen im Bereich „Die Dinge die da sind“, fotografiere ich für diese Serie mit einer hochauflösenden digitalen Spiegelreflexkamera.
Während also die einen Aufnahmen mit der Kamera eines Smartphones gemacht werden, mit einer Kamera fester Brennweite und relativ geringer Auflösung, die sich über ihre Positionierung hinaus in keiner Weise steuern lässt und die Entwicklung der Aufnahme als JPEG gleich mit übernimmt, das Fotografieren quasi einer Hightech Polaroid Lomografie gleicht, schafft die vielfältig steuerbare DSLR zusammen mit ihren Wechselobjektive Aufnahme- und Wiedergabemöglichkeiten, die so mit dem Smartphone nicht realisierbar sind, und ermöglicht dem Fotografen, wie in der analogen Film basierten Fotografie, die Entwicklung der RAW Daten - dem inhaltlichen Äquivalent des Negativs - zum fertigen Bild.

Im Fall der Smartphone Kamera sind auf Grund der unberechenbaren Umsetzung des gewählten Ausschnitts und der Lichtsituation durch die Kamera, teilweise mehrere Aufnahmen erforderlich, iterierend die Kamerahaltung korrigierend, bis da die eine Aufnahme entsteht, die so passt wie auf dem Monitor gesehen. Im Fall DSLR/RAW ist die Aufnahme geplant, eingestellt, abgestimmt, parametrisiert, die Umsetzung wesentlich zuverlässiger. Natürlich nehme ich auch hier mehrfach auf, jedoch aus anderem Grund, wie z.B. für Belichtungsreihen.

Die zu fotografierende Situation wird ausgesucht, jedoch nicht inszeniert. Die Situation existiert unabhängig von meinem Zutun, nicht jedoch meine Wahrnehmung und deren Inszenierung durch das Handling der Kamera.

In vielen Fällen würde eine fotografisch exakte Abbildung der vor Ort wahrgenommenen Situation, tatsächlich nicht der Wahrnehmung vor Ort entsprechen.
Das heißt, visuell würde das auf der Fotografie Abgebildete zwar in etwa dem entsprechen, was auch ursprünglich auf der Netzhaut ankommt, dessen Wahrnehmung also vor Ort Anlass für die Fotografie ist.
Das was auf der Netzhaut ankommt, ist jedoch meistens nicht das, was auch wahrgenommen wird. Das System Auge plus alle anderen Sinne plus Gehirn funktioniert anders als eine Fotografie, die zwar ein zweidimensionales, optisch korrektes Abbild liefert, losgelöst von der komplexen, vom Gehirn umfangreich gefilterten, ursprünglichen Situation, aber eben genau diese Filterung nicht so ohne weiteres reproduzieren kann.
Die Übertragung des vor Ort Wahrgenommenen in die Fotografie, geschieht durch Wahl von geeignetem Objektiv, Ausschnitt, Perspektive, Schärfeverlauf und Belichtung. Die resultierende zweidimensionale fotografische Abbildung gleicht der ursprünglichen Situation also nicht notwendigerweise visuell, wie allein vom Auge gesehen, sondern ist das Ergebnis des Versuchs mittels der Fotografie die Wirkung des vor Ort Wahrgenommenen, wie wahrgenommen und nicht nur wie gesehen zu reproduzieren.

Unter Umständen entsteht eine Aufnahme, die sogar stärker ist, als die vor Ort ursächlich wahrgenommene Situation, entsteht etwas Neues.
Insofern handelt es sich auch um keine dokumentarische Fotografie, wenngleich andererseits natürlich jegliche Fotografie, die nicht nachträglich manipuliert wurde, eine existierende Situation visuell abbildet, dokumentiert.

Meine Fotografie — Perspektive, Ausschnitt, Schärfe, Licht- und Farbumfang — entsteht durch das Fotografieren, nicht durch anschließende Bearbeitung, Verfremdung oder anderweitige Manipulation des digitalen Materials, mit dem Ziel erst durch diese Bearbeitung eine bestimmte, über die ursprüngliche Fotografie hinausgehende Aussage zu produzieren.

Die Aufnahme im RAW Format wird hinsichtlich Kontrast, Farbe und Schärfe, der erinnerten Situation entsprechend entwickelt, in einem Umfang der auf Methoden der analogen Fotografie basiert.

Die Titel funktionieren auf einer eigenen Ebene, stehen in keinem ursächlichen Zusammenhang mit der Aufnahme, jedoch in Beziehung zu dieser.

Der Farbraum der Fotografien ist ProPhoto RGB. Beim Betrachten in Browsern und Programmen die kein Farbmanagement beherrschen, sind grobe Farbabweichungen zu erwarten.

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sonntäglich

in: the daily horror — Szene 44
Alles und Nichts …
Komödie

seelenteig,
auch tang gereicht
als reichte es nicht
aus dem geblute
so umhin zu reichen
das ausgeblutet ...
licht ... im mühsam moos
da flügelos kein sporen
in sicht, schwer, ohne blaß
einherzugehen, bloß ...
bleich und seelengleich,
da aus der überfülle
überquülle wellenfloß, ach !
litanei, wie arze ... h-arze
nein ! haerz und hertz,
umwellen sich, gehen
himmelwärts, quellen scheu
zum schloß der titanen,
schoß der liebe schluß wie
mündlich kuß, wach liebster !
daß dein herz nicht stehet
unruhlos und so vergehet
ohne mich. mach. mich los
vom stand der dinge unerheblich
und erhebe mich ... auf deinen schoß,
soll riegel sein der gepriesenen pforte
und rieseln hinein wie meere in orte
a-zur so, blaue blume und beieinander sein,
mach mich müde, rankend wie ein reh
und lass mich, schreiend ... nicht allein ...
sleeping beauty, welling sleep und belling blut ...
all das steht, geschrieben in einem hundwärterbuch.

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fasse fassen gezeiten

in: the daily horror — Szene 24
Alles und Nichts …
Absurdes Theaterstück

in der sonne sitzen und über die zufälle des lebens nachdenken
die einem so zufallen wie die augen, wenn man lange genug gewacht,
gelesen, gelegen, gesessen oder gestanden hat oder die zeit
in irgendeiner anderen körpergrundhaltung verbracht, zugebracht,
um die ecke gebracht hat. um die obere, linke oder die untere rechte
des magnetischen quadrats, an dem zwei dinge aufeinandertreffen,
die nichts, aber auch gar nichts miteinander zu tun haben, aber durch
dieses aufeinandertreffen einen funken schlagen, einen funkenschlag
erzeugen, der sie im ersten moment erschrecken läßt -
über die gewaltigkeit der entladungen;
ihrer entladungen,
sie dann aber über die art der herausgeschleuderten materie
als ergebnis eines ungeplanten anstoßes zum nachdenken anregt
und miteinander vereint, um fortan gemeinsam zu sinnen
über die entleerung der gefäße, welche mit der absicht des füllens
oder des sich-füllen-lassens bereitwillig stehen, sitzen oder liegen
oder in irgend einer anderen gefäßgrundhaltung die zeit des wartens
auf ‚das füllen‘ bzw. das ‚sich füllen lassen‘ verbringen und dabei
durch die existenz bloßer körperlichkeit ihrem sein verstärkt ausdruck geben,
ja, mehr noch, ihrem sein den anstrich verleihen, leibhaftig zu sein während
der zeit des wartens und auch davor und danach und es nur eine, mit leichtigkeit
zu erfüllende bedingung gibt: daß das füllende stets und bedingungslos die form
des zu füllenden annimmt, während es vor dem füllen und während des füllens
(und nach der entleerung) doch irgendwie ganz formlos ist, ein formloses gewühl,
an dem niemand anstoß nimmt, weil es selbstverständlich ist,
daß es im fließen keine festen formen gibt ...
und zum nachdenken nicht anregt ...
fließend gehen,
gezeiten ..

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i-lluminationsphilosophie

ohne enthaltestelle

wir blicken auf
die eigenbewegung
der dinge, hier:
stühle ohne bezug
zur lebensgeschichte eines
wissenschaftlichen körpers,
welcher im andauernden denken
über philosophische artefakte wie z.b.
Erkenntnis, Existenz, licht, umweltkunst,
aktion und bewegung im freien gefangen ist.
spiele.
ein rosa rausch oder die kinetik der poppenden stühle.
in einem ausbalancierten zusammenspiel werden
erholsame wechsel bewußt ermöglicht, standbein
und spielbein, spielbein und standbein um
während des poppens ohne sitzposition
fest und unverkrampft standhaft zu sein.
statik und bein.
fazit: gestelle mit zeitlosen linien in bewegung
harmonieren perfekt miteinander und sind ein blickfang
in jeder alteingesessenen umgebung.

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eisern weiter

in: sich ent-schrei-bendes — Sektion 6
Alles und Nichts …

es ist sein.
eiserne zeit - vorreden zur überschreitung

durch-schrei-tung des durchdessen
hier könnt jch schreiben: lurchessen.
frosch-schornsteine?
bio-türme!
reste von kokerei. brikette und koketterie.

o, duchesse, im kirschbaum flattert mein abendkleid.

jch sage: kräuselnacht im schafhaarboden
und sehe hoch zu denen da droben.

und wie unterdessen draußen alle froschschenkel türmen,
sich türmen auf türmen auch:
f-a-r-n-f-a-r-b-e-n.

mein schlafhaar mit grünem schimmer
schlägt auf dem boden auf
neben arachnes weben und einer
versotteten nachricht:

otter-dei ! nicht agnus,
argus sei ! licht.

dazu ein assonanz-grün.
nicht diffus, aber sonderbar und
lichtig strömend bei positiver LO-
ch-entspannung rings der klangmodulation,
entlang der ringmodulation, ach, wozu kam jch, durcheinander?

per-dot.tet
einladung zum gespräch in vitrinen oder bruch-präsentation -
jch bin wie jch mich fühle, verrottet.

eiserne zeit.
jch liege mich leer und
vorbei.

an den händen der saft roter beeren, nächtliche reste süßer gäste und der met trocknet am honigbein, jch laß ihn kleben.
pfahlwurzelsalat. eine bestimmte menge an füllstoff ist unabdingbar, muss sein. füllstoffe, auch klebstoffe, lebstoffe und trinkstoffe, sinkstoffe
natürlich, weltwet. wetter. weit.

und oben dudeln die jetter im dusel roter reben
vom ewigen leben.
be-lie.

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pata-noster — die physikalität des fahrstuhls

ein auf- und abstück zu spielen in drei klingenen aufzügen

es treten auf:
dinge die zusammen kommen und zusammen gehören.
bambika, eine aus büchern und schöpfkellen gebildete frau
verfaultes rindsfleisch
fortgelaufener text
ein ausgebluteter
blasen

verehrte gekommenen, sehr verehrte herrschaften,
willkommen im pata paranoptikum. und nun bitte präfesenz!

es erscheinen die drammatiken der aufzüge in den aufzügen.

erste dramatik im ersten aufzug:
während der aufzug nach oben fährt,
fällt ein roter schuh konturlos vom nachthimmel nach unten.

erste dramatik im zweiten aufzug:
es kommt ein gekrönter kopf auf großem fuß daher.
der aufzug fährt nach oben.

erste dramatik im dritten aufzug:
in diesem aufzug,
der sich in para-lele zum ersten befindet,
ergreift ein kleinhungriger mit dünner haut
die flüsternde hand einer frau mit zeitung.
man nennt sie auch die zeitungsfrau und
alle zusammen: die „drei mit fisch“.
der sich in nachobenfahrigkeit befindliche
aufzug stockt und bleibt stehen.

zweite dramatik im ersten aufzug:
unter dem nachthimmel dreht sich ein sonniges reh
im karussel der rehe sogenannten bambikarussel.
auf dem rücken des sonnigen rehes sitzt
bambika und malt sich die lippen an.

zweite dramatik im zweiten aufzug:
der gekrönte kopf tanzt einen veitstanz

zweite dramatik im dritten aufzug:
die „drei mit fisch“ lieben sich.
im mittelpunkt eine dose mit namen.

dritte dramamtik im ersten aufzug:
der rehtäuscher erscheint.
bambika öffnet die lippen und spricht verschmachtend:
„bitte fühl mich wohl“. dann wirft sie sich ihm vor die füße
(schon wieder mal) und schmilzt dahin.

dritte dramatik im zweiten aufzug:
der gekrönte kopf tanzt noch immer.
jetzt aber salsa mit grünen und roten blasen.
roja und verde. eine sause beginnt.

dritte dramatik im dritten aufzug:
die „drei mit fisch“ spielen
vater, mutter, kind; das kind eine dosenlibelle.

vierte dramatik im ersten aufzug:
der rehtäuscher penetriert bambika mit einer pferdekerze während
bambika sich dabei am konturlosen roten schuh festhält,
nach oben schaut und sich ergötzt.
zum schluß kein erguss. ein zuschauer ruft empört:
schmäh, alles nur plastisch!!!!
der aufzug setzt sich in bewegung und fährt nach unten weg.

vierte dramatik im zweiten aufzug:
der gekrönte erliegt hingerissen seinen letzten zuckungen
und nagelt sich daraufhin selbst ans kreuz.
der aufzug setzt sich in bewegung und fährt nach unten weg.

vierte dramatik im dritten aufzug:
der kleinhungrige befindet, dass er doch etwas größeren hunger hat.
er schlachtet die zeitungsfrau und weidet sie gründlich aus.
ein penetranter geruch nach vergammeltem rindsfleisch
verbreitet sich, steigt in die nasen des publikums,
setzt sich dort fest und wandert weiter bis ins gehirne.
der aufzug setzt sich in bewegung und fährt nach unten weg.

ein duschvorhang fällt.

die vier apokalyptischen damen, aus der zucht und ordnung
der spring- und dressurreiterinnen, schreiten nach innen und singen:
„wir sind gekommen, das glück zu vertun.
wir, die unendlichseligen
paramell-bon-bon.“

und damit ihre großflächige fähigkeit zu dramatischem ausdruck
bei virtuos geführten coloratüren noch besser in erscheinung trete,
krakeelen sie:
„jubel bitte und applaus!“

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gang 1

in: weltenuntergänge — Paragraph 1
Alles und Nichts …
Komödie, Groteske

auf den straßen und überall liegen schiffsplanken herum.
aus den fenstern ergießen sich bäche, ströme, meere.
fluten, ganze heerscharen von fluten.
die menschen sitzen in merkwürdigen behältern und
rudern zu zügen um ihre häute zu retten. sie sehen seltsam aus.
die hunde bellen die nomenklatur der weltenuntergänge
und lassen sich nicht treiben.
einige singen: fürch-te-het eu-heuch nicht.
kein wind kommt auf.


an den abenden fallen roll-läden vom himmel herab
wie höllische kaskaden,
man hört so manche gräßlich schreien.
hunde verkünden sensationelle
luftangebote, zum absoluten sonderpreis.
zum absoluten nullpunkt fahren,
−459,67 °fahrenheit. fahrende hunde,
weit und breit und preisende kujoten.
o. nomenklatur der weltenuntergänge.
te igitur ! und überall stehende o-rationen.

kleine dinge wachsen in den frühen,
unsichtbar für frau und mann,
wächsern wie die bleichen gesichter,
diesseits und jenseits der wolkenbahn.
eltern vermählen ihre kinder mit holzabfällen,
nur damit es etwas wärme gibt
und der siedepunkt wird ... DOCH NICHT ... erreicht,
trotz buchung in speiseräumen -
VOR-EI-LIG.

wenn keiner kreischt, ist es verdächtig.
seid still ! die hunde beten im kreidekreis.
einer spricht: so sind wir mächtig,
das war es, was gott wollte
und was kein anderer weiß.

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tag t bis v

in: sich ent-schrei-bendes — Sektion 7
Alles und Nichts …
Absurdes Theaterstück

verkleisterte zeit – nebelfluse - verglääste

geäste. milchmotterboden.
gehäcksel geerdet. mutterboden.
im schleimhaarverkehr.

bruchstücken bestirnter tage blieben kleben
und jch weckte sie in flaschen ein, verschlossen und auch ernstgemeint.
hochgestimmt bestimmungsvoll war jch nachseherin der gegenwärtigkeit.
jetzt ist das tempo null, in allen flaschen.

auch sind es jetzt nur sekundenzellen, sekundenhotel und wie im stromstundenrondell hallen die rufe nach:.
mach schneller! mach schnell!

rufmütterchen, ziehmütterchen, du findest mich nicht und du holst mich nicht ein.

denn jch fliege im liegen, überliege gruppenkosmotisch und
mein blick bleibt nicht hängen, beim überfliegen.
welche form sollte die richtige sein?

demi semi halbmembran
die semipermeable handmembran, ein drama !
wie ein zauberspruch:
an der wand, die uhrpumpe, stellt sich nicht ein.

jch lasse meinen handschuh fallen und fächel algebra lie,
einen ge-h-eim-c-ode ums gebein. auch lu-ftig soll er
sein und runtergehen wie lein-öl-lein oder leim-öl-leim?
das ist: ge-h-eim.
CO
t
CO
LU
O
dann flüster jch mir leise zu:
mein fünftes v-o-r-h-a-n-d-e-n-s-e-i-n.

o ihr ! augen ! ocellen !
mein ocellus hinkt, mein ocell-auge blinkt,
blinkt ochsenaugen entgegen
und dann geschwind an ihnen
vorbei.

schellen schnellen,
gleiten mir durch die hand, am strumpfband entlang
und läuten den fruchtfeigenkörper ein.

dann, ein subversives verb-äugen.

kleben, klebte, klebe. einwurfflaschen.
verflanschungen kieselweißer schotter
im schlotter-lotter-bett, der zug fährt ein ….
mich schüttelt’s zwischen den wänden

stell meinen kopf in die vitrine.
jch bin ritter in terrinen.
alle dinge über - stürzen,

schlag doch endlich einer die scheiben ein !!!!
komm doch, komm doch! e-n-d-l-i-c-h
her-ein!

und über mir die otter
singen otters mutter aria,
agnus maledei.
flutfutter sei.

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