Die Zeitwaisen

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Radix | Berlin–Dingle–Avranches 2017

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Berlin–Dingle–Avranches 2017

Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni

in: Berlin–Dingle–Avranches 2017
Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
Reisen, Radreisen

-9:28-

Weiterhin auf der Capitals Route - part United Kingdom (England 5).

Abfahrt etwas früher als gestern, kurz nach neun. Sitze bei bestem Sonnenschein wieder auf dem Rad und strample in Richtung Bath bzw. Bury View. Fahre nicht weit hinter Devizes scheinbar in ein surrealistisches Gemälde hinein. Dargestellt ist eine Schleusenkaskade im „Kennet und Avon“ Kanal mit 16 Schleusen auf einem knappen Kilometer, und noch ein paar mehr davor und dahinter, insgesamt 29 Installationen auf 3,6 Kilometern. Passt jeweils gerade mal ein Narrowboat der Länge nach rein. Vor lauter Schleusen und Booten, ist kein Kanal mehr zu sehen. Für Leute mit Ruhe, Zeit und Gelassenheit, oder auf Grund der schlichten Notwendigkeit diese Strecke fahren zu müssen - womöglich mehrmals am Tag. Wahrscheinlich weniger übel, als mit dem PKW täglich im stinkenden Stau zu stehen.

Habe den Akku vom GPS über Nacht aufgeladen und das GPS mit eingelegtem Akku hängt jetzt wieder am Forumslader. Der freut sich über das reichliche Gefälle auf der Fahrt flussabwärts. Und nicht nur der.

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Berlin–Dingle–Avranches 2017 – Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni – 108

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-9:44-

Capitals Route - part United Kingdom (England 5), südlich der „Devizes Camping and Caravanning Club Site“.

Ein hübsches Narrowbötchen nach dem anderen am Ufer des „Kennet und Avon“ Kanals. Meist ein Fahrrad mit an Bord.

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Berlin–Dingle–Avranches 2017 – Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni – 109

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-10:24-

Capitals Route - part United Kingdom (England 5), unter der „Whaddon Lane“ Brücke über den „Kennet und Avon“ Kanal, kurz vor Towbridge, Blick Richtung Westen. Das schöne Wetter hält an, doch der Wind windet wie gewohnt.

A narrrowboat nest A narrrowboat nest

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Berlin–Dingle–Avranches 2017 – Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni – 110

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-11:09-

Am nördlichen Ende des „Avoncliff Aqueducts“, über dem Fluss Avon bei Avoncliff. Well, habe so ein Teil live noch nicht gesehen, geschweige denn überquert, und dennoch keine Fotografie der Situation; da fehlt der Quadcopter. Doch das Netz ist voll davon, z.B. hier.

A posing bird instead A posing bird instead

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Berlin–Dingle–Avranches 2017 – Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni – 111

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-12:05-

Nach digitaler Streckenführung zweigt der Track kurz hinter „Monkton Combe“ rechts ins „Tucking Mill Reservoir“ ab. Dem Augenschein nach, an Ort und Stelle, sieht das aus wie eine Auffahrt die zu einem großes Stahltor führt. Gut, mal lesen was da so alles auf den Schildern steht. Rechts ein Steinpfeiler mit Elektronik drin. Da soll anscheinend ein Knopf zum Drücken sein, dann würde das Tor öffnen, oder so. Welcher Knopf? Der da in der Nische? Stehe wie der Ochs vorm Tor. Echt jetzt da rein langen und drücken? Einfach mal machen. Bin begeistert. Tatsächlich öffnet dass Tor, schiebt langsam nach rechts zur Seite. Keine Ahnung ob der Knopfdruck auslösend war, oder Zufall, oder versteckte Kamera, oder was auch immer. So ein Aufwand. Bloß fix rein, bevor das Tor wieder schließt. Weiter vorne, auf dem Weg begleitenden Grün, ein Rasenmähermann auf seinem lärmenden Rasenmäher auf rasender Rasentour; muss an den wundervollen Film „The Happening“ denken. Schnell fort.

Wenig später versperrt eine Schranke den Weg und laut Beschilderung ist die Weiterfahrt untersagt. Hinter der Schranke ist aber auch nicht wirklich eine Fortführung des Weges zu erkennen. WTF, ja warum führt denn dieser Weg anscheinend in eine Sackgasse? Zum einen, weil dies gar nicht mehr der zuvor befahrene Cycleway ist. Sehe das erst jetzt auf der Karte. Die Cycleway Strecke wäre ein rund anderthalb Kilometer langer Umweg gewesen – hinter dem Zugang zum „Tucking Mill Reservoir“ weiter nach Süden, den „Tucking Mill Lane Bath Two Tunnels Circuit“ runter, und dann einen U-Turn auf den „Two Tunnels Greenway“ und wieder zurück nach Norden – und hätte ebenfalls an die oben abgebildete Stelle geführt, praktischerweise aber auf der asphaltierten Seite. So aber nervt nun der Hinweis, das Weiterfahren sei strikt verboten, und hinter der Schranke quasi Dschungelgestrüpp. Egal, muss irgendwie weiter gehen, werde jetzt nicht zurück und den Umweg fahren. Also rüber über das Hindernis und rein ins Gestrüpp, einen nur noch knapp zu erahnenden Pfad entlang, bis endgültig Schluss zu sein scheint. Machete wäre jetzt praktisch. Rechts oben, einen kleinen, steilen Hang krönend, verläuft ein massiver Gitterzaun, und die Karte bestätigt, dahinter muss er sein, der schicke, zivilisierte Greenway. Aber erst mal pinkeln, ideales Umfeld, Gewicht verlieren. Dann unter Fluchen alle Kraft mobilisieren und die insgesamt knapp 128 kg schwere Fuhre durchs Gestrüpp stampfend und schiebend nach oben wuchten, in der Hoffnung, den Zaun wie auch immer überwinden zu können. Notfalls Rad und Gepäck drüber heben.

Scheine jedoch tatsächlich einem geplanten Pfad gefolgt zu sein, oder auch nicht. Eine Joggerin joggt unten jedenfalls durch die scheinbare Pampa, als würde sie dies täglich tun. Und auch das im Zaun verbaute Durchlassdrehgitter und das dort angebrachte Schild deuten darauf hin: öffentlicher Fußweg. Klar, denn Fahrräder sind hier nicht erlaubt, weder rein noch raus. Gleichzeitig aber verbietet zwei Meter weiter ein anderes Schild am Zaun den öffentlichen Zugang auch für Fußgänger. Können die sich mal entscheiden?

Public Footpath Public Footpath

Eins ist sofort offensichtlich, längs hindurch schieben lässt sich das Fahrrad nicht durch das Foltertor, schon gar nicht voll beladen. Hochkant hindurch tragen könnte vielleicht klappen, ohne Gepäck. Auf gehts. Unterwegs die Taschen und den Rucksack runter und wieder drauf zurren, bin begeistert, Lieblingsbeschäftigung. Aber ist doch erst das zweite Mal auf der Tour, also reg dich ab. Fuck. Fluch. Kruzi.

Schleppe zuerst das Gepäck durch die Klappgitterfalle und packe dann das Fahrrad. Konzentration. Wenns nicht funktioniert, muss die Kiste halt über den 2 Meter hohen Zaun drüber, toll. 18 kg gelenkiges Sperrgut anheben, senkrecht stellen, und rein in den runden Käfig. Jetzt bloß nicht stecken bleiben. Keine Ahnung wie, aber mit Zotteln, Schieben und Zerren passen wir zum Glück schließlich hindurch. War doch gar nicht so schwer, Alter. Gepäck aufladen, ein Schluck Wasser und weiter.

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Berlin–Dingle–Avranches 2017 – Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni – 112

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-12:06-

Auf dem Trail zum „Two Tunnels Greenway“ hinter dem „Tucking Mill Reservoir“. Durchlass auf der Seite des Trails.

Im Nachhinein betrachtet hätte das Fahrrad auch ums Gitter drumherum und durchs Gebüsch getragen werden können; der auf der anderen Seite am Durchlass anschließende Drahtzaun ist anscheinend niedrig genug, um das Rad drüber zu heben. Doch ob das wirklich einfacher gewesen wäre, so ganz ohne Machete, who knows.

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-12:19-

Fahre jetzt auf einer im wahrsten Sinne des Wortes coolen Trasse. Die Strecke führt durch einen schmalen, in gelbes Schummerlicht getauchten, feucht glitzernden, langen Tunnel. Muss mittendrin absteigen und die Windweste überziehen – alle Geräusche verstummen für einen Moment, nur Wasser scheint irgendwo leise zu versickern –, aber selbst mit Weste nimmt das Frösteln ob des kühlenden Fahrtwindes nur wenig ab. Wie lang der Tunnel wohl sein mag? Ein einzelner Radfahrer kommt entgegen, zuerst ist nur sein Licht zu sehen, dann braust er vorbei. Und dann? Orchestermusik erklingt! Höre Orchestermusik! Wo kommt die denn her? Der Tunnel spielt Musik! Keine Ahnung, ob er das immer macht, oder nahendes Publikum ihn dazu animiert. Begegne nur zwei weiteren Radfahrern auf der gesamten Strecke.

„Two Tunnels Greenway“, ehemalige Eisenbahnstrecke, hier der über 1,6 km lange „Combe Down Tunnel“, für Radfahrer und Fußgänger.

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-12:25-

Wunderbar anregend ist diese Tunnelfahrt auf dem „Two Tunnels Greenway“, durch nass düsteres Schummerlicht, untermalt vom Härchen sträubenden Tunnel Soundtrack, vorbei an pulsierenden Lichtern in düsteren Nischen, in denen die klassische Musik ihren Ursprung zu haben scheint. Ein Traumzeit Ereignis, oder so.

Bin zum Glück generell nicht mit Kopfhörer unterwegs. Will das Drumherum nicht nur sehen, fühlen und riechen, sondern auch hören.

Könnte diesen Tunnel endlos fahren, wenn die Kälte nicht wäre. Werde wohl das erste Mal in die Jacke schlüpfen oder den dickeren Kapuzenpullover anziehen, falls der Ausgang nicht bald in Sicht kommt. Ach was, durchhalten.

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-12:32-

Doch schade, schon endet der Tunnel und grelles Sonnenlicht schimmert blendend durchs Grün.

Zwischen den beiden Tunneln des „Two Tunnels Greenway“, südlich der „Lyncombe Vale Road“.

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-12:43-

Blick auf Bath, von der Brücke über die „Monksdale Road“, auf dem „Two Tunnels Greenway“ am „Linear Park“ entlang.

Eigentlich wäre Zeit für einen kleinen Abstecher. Überlege kurz, nach dem Wohnsitz von Peter Hammil zu forschen.

Aber nein, bin im Sog von Sonne, Stimmung und Rhythmus, muss weiterfahren. So ein schnödes Örtchen kann die beiden Tunnel auf dem „Two Tunnels Greenway“ sowieso nicht toppen, Quellen hin Weltkulturerbe her, oder Peter Hammil. Already neglected him in London Ealing.

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-14:07-

Späte Mittagspause auf dem für gestern anvisierten Campingplatz „Bury View Farm“. Niemand vor Ort. Eh zu früh, das Lager aufzuschlagen. Die langweilige Wiese tickt auch nicht wirklich zum Niederlassen an. Karte studieren und Caldicot als nächstes Ziel anvisiert. Ursprünglich war der Campingplatz „Ty Coch“ bei „New Port“ für die Nacht eingeplant, aber noch mal 30 km weiter ab Caldicot, 140 km insgesamt, das wird zu viel für heute. Satte 40 Minuten Pause später, nach ausgiebiger Zufuhr von Brot, Käse, Obst und Trinkjoghurt, von Unruhe getrieben wieder rauf aufs Rad und entspannt weiter. Rolle die vor der Pause hungrig hoch gehechelten 2,5 km Straße mit bis zu 14% Steigung nun lässig grummelnd von 100 auf 5 Meter wieder hinunter.

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Devizes–Caldicot, Mittwoch 7. Juni
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-15:03-

Zug an der „Oldland Common Station“ auf dem „Bristol & Bath Railway Path“. In Bits und Bytes gebannt für Falk und alle anderen Bahn afinen Radforumista.

Die Lok Die Lok

Abdampfen Abdampfen

Zwei Radfahrer radeln heran, Mann und Frau, sie stoppen, und wir plaudern miteinander. Sie kämen aus den Niederlanden und würden eine kleine lokale Tour fahren. Er sei erstaunt, dass ich von Berlin bis hierher geradelt sei. Sähe ich ebenso. Andererseits erscheint im Rückblick kaum Zeit vergangen. Eine Weile lang überholen wir uns abwechselnd auf der weiteren Strecke und tauschen noch den einen und den anderen Gedanken.

Bristol. Fahre zwar nur im Gegenuhrzeigersinn von Osten kommend drum herum, aber reicht. Ein schrecklicher Roundabout nach dem anderen, immer wieder komplizierte, per Lichtzeichenanlagen geregelte Radwegquerungen und ätzender Motorkraftverkehr. Vielleicht hat die Stadt auch schöne Seiten, tief im Inneren, auf dieser Tour liegen sie nicht. Keine Zeit danach zu suchen. Beim nächsten Sightseeing Besuch vielleicht.

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-17:47-

Capitals Route - part United Kingdom (England 6), kurz vor „Old Passage“, Blick auf die „Severn Bridge“.

Das Wetter deterioriert langsam aber sicher, der Wind nimmt an Fahrt auf - stets von vorne - und drei Kilometer Brückenfahrt liegen voraus, hoffentlich trocken, weil, in der Ferne braut sich was zusammen, genau in Richtung der noch zu fahrenden Strecke, toll. Ach, bin undankbar, war schließlich sonnig warme Sonne, bis jetzt.

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-18:23-

Auf dem für Fußgänger und Radfahrer separaten Zugang zur „Severn Bridge“, beim Versuch geschwind zwischen zwei Poller hindurch nach scharf rechts weiter zu fahren, bleibt das Rad doch tatsächlich hängen, kippt in Zeitlupe um, Arm kloppt gegen Poller, Poller schrammt am Sattel, Fahrrad verkeilt. Stolpere fluchend drüber hinweg. Slapstick. Hatte die nicht lotrecht zum Weg verlaufende Reihung der Poller unzureichend wahrgenommen. Schäden: Rechte Sattelstrebe ist aus der Verankerung gefluppt, Satteldecke ist an der rechten Seite leicht abgewetzt, USB-Spacer leicht verdreht, Arm und Hintern leicht schmerzend. Noch mal gut gefallen. Keine Ahnung, wie sich der USB Spacer verdrehen konnte. Werde tunlichst nicht versuchen, das Ding zurückzudrehen oder anfangen dran rum zu schrauben. Noch liefert die Buchse Strom. Und wie jetzt die Sattelstrebe zurück in die Aufnahme bugsieren? Mit bloßer Hand- und Armkraft? Keine Chance. Befreie das zwischen den Pollern eingeklemmte Rad und stelle es wieder auf. Fummle die Werkzeugtasche aus der Satteltasche vorne rechts und montiere den Sattel ab. Versuche als nächstes, die hintere Aufnahme für die Streben abzuschrauben. Doch die Schraubnieten drehen einfach mit, und nix um das irgendwie zu fixieren. Versuche dennoch mehrere Minuten lang wie blöde eine Lösung zu finden und klappe die gleichen, nutzlosen Werkzeuge mehrmals aus und wieder ein, nach dem Motto, das kann doch nicht sein, die müssen sich doch los schrauben lassen. Dann der Geistesblitz. Erinnere spontan, den Sattel schon mal komplett auseinander gebaut zu haben, und dass zum Ausbau/Einbau des Sattelgestells nur die Befestigung unterhalb der Sattelspitze entfernt werden muss und nicht die hintere Aufnahme. Uff. Thema Hirn, mehr Trinken unterwegs und Zuckerspiegel nicht vernachlässigen. Zack, sitzt die Strebe wieder drin, alles schick. Dabei gleich mal die Sattelneigung optimiert.

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